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  D I E   L E H R E   V O M   S E I N

 Eine Kurzbetrachtung über das Wesentliche oder die Grundtatsachen des Seins   /  von Agnus D.  /  anno domini  2001

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Weil es nur ein einziges Dasein geben kann, und kein zusätzliches anderes, ist es von Wesen derart allausfüllend, dass es alles in sich birgt, einschließlich eines Nichts. Von daher kommt der lateinische Begriff "Universum", der frei übersetzt bedeutet: das Eine das Alles ist. Insofern ein darin vorhandenes Nichts seinem Vorhandensein gemäß, dem Dasein trotz Gegenteiligkeit zuzurechnen ist,  gibt es im Ursprung des Daseins nur es selbst, und kein zu ihm gegenteiliges Nichts. Dies lässt das Dasein ohne Gegenpol total und singular sein, zur damit so genannten Totalsingularität.

"Total und singular" übersetzt sich ins Deutsche als "alles einschließende Ausschließlichkeit". Und sie wiederum bedeutet eine ungegenständlich machende Verhältnislosigkeit der Maßlosigkeit, und damit eben den absoluten "Mono-Pol".  In ihm fällt somit alles in eins, zu raumzeitlosen Unendlichkeitsbedingungen, was da einen ewigen Ur- und Nullpunkt von maximalster Geladenheit definiert.

Mit dieser unsäglichen Unwandelbarkeit "des Alles und Nichts in einem Punkt" ist zugleich verbunden eine uranfängliche Schwebe des Daseins zwischen Sein und Nichtsein. Denn ein Punkt ist ja nun einmal grundsätzlich als geometrischer Ort in Ungegenständlichkeit rein ideell, und ansonsten als absoluter Monopol gegenstandslos nicht existenziell.  Deshalb braucht dieses allumfassende Urdasein in seinem Uranfang einen zeitsetzend raumgreifenden Selbstvollzug zu einer Abgrenzung vom Nichts, und damit paradoxerweise einen verwerflichen Selbstvollzug zu konkretem bzw. gegenständlichem Nichts. Denn  außer ihm kann ja nichts anderes verfügbar sein.

Und so muss bei Totalsingularität bzw. absolutem Monopol der Selbstvollzug durch eine selbstgerichtliche Verwerfung zum Nichtsein erfolgen, welche nur eine Selbstumkehrung sein kann. Doch alles was einen Anfang nimmt, hat ja auch wieder zu enden, weil es grundsätzlich einen Anfang immer nur unter der Voraussetzung eines Endes geben kann. Ist der Selbstvollzug des Daseins schließlich bei solcher Grundgegebenheit an sein Ende gelangt, wurde mit dem zeitvergänglichen Abgrenzungsdasein einerseits das benötigte konkrete Nichts bewirkt, während andererseits zugleich mit solch konkretem selbstgegenteiligen Nichts ein unvergängliches und ebenso konkretes Dasein mitbewirkt wurde.

Die kausalitätsgemäße Wirkursächlichkeit des Ganzen bedingt nun allem übergreifend, dass Anfang und Ende - um nicht nur bloß potenziell sondern existenziell bzw. wirklich und real zu sein - jeweils für sich rückgekoppelt sind. Und dies bedeutet zwingend einen Kreislauf von Anfang bis Ende, in welchem das Ende den Anfang zu setzen hat, und der Anfang sich auf das Ende hin entwickeln muss, um im Ende des Kreislaufs sich eben den identischen Anfang zu setzen, womit und wodurch erst dann ein in sich geschlossenes selbsttragendes System gegeben ist.

Hat also der raumzeitgreifende Kreislauf zweimal und identisch stattgefunden, so ergibt sich dann ein zu solch konkretem Kreis bestehendes und begründetes, sowie gesichertes gegenständliches Dasein auf Ewigkeit, als die andere Kehrseite des punktuell raumzeitlos unendlich geladenen Energiebades.

Wer es fassen kann, der fasse es!

 

 

Der in absoluter Zeitraffung stattfindende raumzeitliche Selbstvollzug des Daseins als:

 

Es werde das vergängliche Nichtsein für das unvergängliche Dasein!

 

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